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Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Stadtspiel Berlin (Vorderseite) 2.711 kolossale Steinstelen,
die nichts bedeuten wollen

Faszinierend. Die 2.711 Stelen des Holocaust- Mahnmals bedeuten nichts, erklärte ihr Architekt Peter Eisenmann 2005 knapp und verschloss sie damit jeder Interpretation. Zurück blieben 19.000 m² Ratlosigkeit und Bedenken. Denn noch nie hatte ein Volk seiner größten Schande in der eigenen Hauptstadt ein Mahnmal gesetzt. Nicht nur der frühere US-Außenminister Henry Kissinger fand das „gefährlich“. Unbeeindruckt von Eisenmanns Intention gaben die Hohepriester des Gedenkens der kolossalen Leere sofort einen Sinn. Danach vermittelt das Denkmal das Gefühl von Einsamkeit auf schwankendem Grund, die Farbe des Steins spielt auf die Asche der Toten an, die Stelen symbolisieren Grabsteine und die Gesamtanlage einen Friedhof. Da dies immer noch Raum für Missverständnisse ließ, wurde dem Feld nachträglich ein „Ort der Erinnerung“ untergeschoben. Darin zählt eine Liste alle bekannten Namen von Holocaust- Opfern auf und ihr Leid wird exemplarisch an Einzelschicksalen verdeutlicht. In der Lobby zitieren die Ausstellungsmacher einen prominenten Auschwitz-Überlebenden: „Es ist geschehen, also kann es wieder geschehen.“ Die Kinder, die zwischen den Stelen Fangen und Verstecken spielen, kümmert das nicht.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Peter Eisenmann Ort der Erinnerung Einzelschicksale Leere

 

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