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Haus der Kulturen der Welt - Kongresshalle

Haus der Kulturen der Welt - Kongresshalle im Stadtspiel Berlin (Vorderseite) Die „schwangere Auster“– Symbol westlicher Freiheit.

Freiheit. Das heutige „Haus der Kulturen der Welt“ wurde 1956 nicht nur von einem Amerikaner entworfen, sondern auch mit Dollars finanziert. Damals stand es als Kongresshalle für die Freiheit des Wortes. Für den Westen war dies die Antwort auf die Machtdemonstration des sowjetischen Ehrenmals ganz in der Nähe. Das geschwungene und nur auf zwei Punkten ruhende Spannbetondach der Halle galt seinerzeit als revolutionär, auch wenn es ihr den Spottnamen „Schwangere Auster” einbrachte. Doch die Konstruktion war wohl etwas zu gewagt: 1980 stürzte sie ein und erschlug einen Reporter. Nach dem Bau des ICC wurde die Halle überflüssig und zum Zentrum für außereuropäische zeitgenössische Kunst umfunktioniert. Es bietet heute Ausstellungen, Filme, Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen. Das benachbarte Carillon mit dem größten Glockenspiel Europas (69 Glocken, tgl. 12 und 18 Uhr) ist ein Geschenk des Daimler-Benz-Vorstandes, Ezard Reuter. Der würdigte damit zur 750-Jahrfeier Berlins 1987 nicht nur die Standhaftigkeit Westberlins, sondern auch seinen Vater Ernst Reuter. Der hatte die Frontstadt als Bürgermeister durch alle Krisen des Kalten Krieges manövriert und ihr so die Freiheit bewahrt.


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Kongresshalle sowjetisches Ehrenmal Spannbetondach ICC Carillon Glockenspiel Ernst Reuter

 

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