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Residenzschloss

Residenzschloss im Stadtspiel Berlin (Vorderseite) Wiederaufbau wegen knapper Kassen vorerst verschoben.

Auferstehung. Die Nazis nutzten den Lustgarten bereits als Aufmarschplatz für 35.000 Menschen. Die Kommunisten brauchten das Zehnfache, um sich ihrer Macht zu vergewissern. Dafür jagten sie 1950 mit 13 t Sprengstoff die Ruine des Berliner Stadtschlosses als „Plunder der Geschichte“ in die Luft – ein sanierungsfähiges Baudenkmal von Weltrang. Zuvor hatten sie jedoch eines der Portale ausgebaut, um es später in ihr neues Staatsratsgebäude einzubauen. Denn von seinem Balkon hatte Karl Liebknecht 1918 schon einmal den Sieg des Sozialismus verkündet. Die Sprengung hinterließ eine riesige Brache, die betoniert und Marx- Engels-Platz genannt wurde. Der neue „Palast der Republik“ sollte daraus 1976 einen „Platz des Volkes“ machen. Als Vergnügungsstätte und Tagungsort der Volkskammer war er wegen seines spießigen Pomps der am meisten gepriesene und verspottete Bau der DDR. Nach heftigen Debatten wurde er abgerissen. Ab 2010 soll an seiner Stelle das Schloss wieder auferstehen und sich als Humboldt-Forum außereuropäischen Kulturen widmen. Damit kehrt die Erinnerung an ein halbes Jahrtausend Kultur- und Herrschaftsgeschichte der Hohenzollern wenigstens als Replik wieder in das Stadtbild zurück.


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Humboldt-Forum Stadtschloss Staatsratsgebäude Sprengung Karl Liebknecht Marx-Engels-Platz Palast der Republik Volkskammer

 

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