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Eschenheimer Turm

Eschenheimer Turm im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Schönster von einst sechzig 
Stadtmauertürmen mit Bar

Der Schönste. Im Wilden Westen wäre Hans Winkelsee ein Held geworden, aber in Frankfurt sollte er als Wilddieb gehenkt werden. Zum Glück besannen sich die Ratsherren. Als er mit neun Kugeln eine „9“ in die Wetterfahne des Eschenheimer Turmes schoss, machten sie ihn zum Förster. Der Turm gilt als der schönste von den einst 60 in der einstigen Stadtbefestigung und er schrieb sogar Theatergeschichte – wenigstens im Namen des „Theaters am Turm“ (heute Metropolis). Dort wurde 1966 Peter Handkes Publikumsbeschimpfung uraufgeführt, 1969 standen Marxismus- und Thai-Chi-Kurse auf dem Programm und 1974 erzwangen Frankfurts Juden dort die Absetzung von Fassbinders „Der Müll, die Stadt und der Tod“. In der Stiftstraße 36 nebenan, starb 1957 die 24jährige Prostituierte Rosemarie Nitribit. Mit einer Platzwunde am Kopf und Würgemalen am Hals lag sie tot in ihrer Wohnung. Dass die Tat nie aufgeklärt wurde, bot Raum für Spekulationen und einen Stoff, der gleich zweimal verfilmt wurde. Postum stieg „Das Mädchen Rosemarie“ damit zur „Kurtisane des Wirtschaftwunders“ auf. Obwohl ihr angesehenster Kunde gerade mal ein Sparkassen-Direktor war, heißt es bis heute, sie habe die mächtigsten Männer der Bundesrepublik bedient.


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Hans Winkelsee Wetterfahne Theater am Turm Handke Fassbinder Nitribit

 

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