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Gerbermühle

Gerbermühle im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Ich-Stein und Biergarten mit Goethe-Aura am Main.

Ich-Stein. So lange in der Gerbermühle nur Getreide gemahlen und Leder gegerbt wurde, war sie nichts Besonderes. Berühmt wurde sie erst durch Goethe. Denn der verliebte sich hier 1814/15 in die junge Frau seines Freundes, des Bankiers Willemer. Die kaum 30jährige Marianne erwiderte die Liebe des 66jährigen, so dass sie nicht nur zum Vorbild der Suleika im „Westöstlichen Divan“ wurde, Goethe widmete ihr auch mehrere Gedichte und nahm drei Gedichte von ihr in das Buch auf. Das hatte er noch keiner seiner Musen zugestanden und er erwähnte es später auch nie wieder. Seit die Stadt das verfallene Objekt 1904 übernommen und als Ausflugslokal mit Schiffsanlegestelle wieder eröffnet hatte, gab es hier ein Goethe-Zimmer. Weitere 100 Jahre später war das Gebäude erneut so herunter gewirtschaftet, dass es wegen baulicher Mängel gesperrt werden musste. Erst 2007 wurde es von einem Privatinvestor wieder eröffnet. Ganz in der Nähe steht der „Ich“-Stein des Karikaturisten Hans Traxler – ein leerer Denkmalsockel, auf dem sich jeder für ein Foto in seine Lieblings-Heldenpose werfen kann, denn „Jeder Mensch ist einzigartig“. Und das wird als Spaß gerne auch von zwei oder drei „ichs“ zugleich angenommen.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Marianne Willemer West-östlichen Divan Suleika Hans Traxler

 

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