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Häuserkampf

Häuserkampf im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Ort der ersten Straßenschlacht  Frankfurter Häuserkampf

Widerstand. Als Ersatzhauptstadt geriet Frankfurt in den 60er Jahren zunehmend unter Druck. Citynahes Bauland bot nur noch das Westend, ein heruntergekommenes Nobelviertel, aus dem Investoren und Stadtplaner in nur vier Jahren die Hälfte der Bewohner vertrieben, um die Villen abreißen und die Grundstücke verkaufen zu können. Dagegen formierte sich 1969 erstmals eine Bürgerinitiative, die den Stopp der Vertreibung, den Erhalt der Villen und die Mischnutzung des Viertels forderte. Parallel dazu wurden ab 1970 viele der „entmieteten“ Häuser besetzt und gegen Räumungen in Straßenschlachten verteidigt. Wortführer der Hausbesetzer waren die späteren Grünen-Politiker Joschka Fischer und Daniel Cohn Bendit. Für die Immobilienhaie tat sich besonders der spätere Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Ignaz Bubis, hervor. In „Die Stadt, der Müll und der Tod“, setzte sich Rainer Werner Fassbinder damit auseinander. Doch das Stück wurde nie wieder aufgeführt, nachdem die jüdische Gemeinde Bubis darin zu erkennen glaubte und Fassbinder Antisemitismus vorwarf. Frankfurt wurde nicht nur zum Vorbild aller späteren Hausbesetzungen, sondern auch zum Vorreiter der Bürgerbeteiligung bei Stadtplanungsprozessen.


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Hausbesetzer Straßenschlachten Joschka Fischer Ignaz Bubis Fassbinder

 

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