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Hellerhofsiedlung

Hellerhofsiedlung im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Sozialer Wohnungsbau mit revolutionären Sparküchen

Radikal rational. 22.680 € brachte die Versteigerung einer „Frankfurter Küche“ zuletzt in München, denn die „Mutter aller Einbauküchen“ ist heute eine Rarität. Dabei war sie einmal Massenware und wurde allein in Frankfurt 10.000 mal verbaut, um die Kosten des ehrgeizigen städtischen Wohnungsbauprogramms zu senken. Dafür hatte die Wiener Architektin Margarete Schütte- Lihotzky 1926 alle Küchen-Abläufe wie für das Fließband mit der Stoppuhr optimiert und ihren Platzbedarf auf das Nötigste reduziert. Denn nur so ließ sich die Küche in einer 43 m²-Wohnung mit 2 ½ Zimmern unterbringen. Auch die Hellerhofsiedlung des Niederländers Mart Stam war mit solchen Küchen ausgestattet. Der Vater des Bauhaus-Freischwingers baute hier nach den Standards einer „Wohnung für das Existenzminimum“, die er selbst definiert hatte. Sie sollten bis in den späteren sozialen Wohnungsbau nachwirken. Dafür gilt der Hellerhof als frühes Vorbild. Die totalitäre Konsequenz dieser Architektur- Auffassung zeigte sich 1948 in Dresden. Dort scheiterte Stam, als er im Auftrag der SED nicht nur die Kunst abschaffen, sondern auch die zerstörte Innenstadt abreißen und vernünftig wie die Hellerhofsiedlung wieder aufbauen wollte.


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Frankfurter Küche Margarete Schütte-Lihotzky Mart Stam Wohnung für das Existenzminimum

 

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