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IG-Farben-Haus

IG-Farben-Haus im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Ausbau zum Westend-Campus für die Geisteswissenschaften.

Alzheimer. 1926 war die IG Farben die viertgrößte Firma der Welt und ihr Auftrag an den Architekten Hans Pölzig lautete, ein „eisernes und steinernes Sinnbild deutscher kaufmännischer und wissenschaftlicher Arbeitskraft“ zu schaffen. Heraus kam ein Verwaltungsbau im Stil der Neuen Sachlichkeit, der bis in die 50er Jahre Maßstäbe setzte. Da war das Gebäude bereits das Hauptquartier der US-Army. Hier saß der Wirtschaftsrat der Bi-Zone, hier erging der Auftrag zur Erarbeitung des Grundgesetzes und hier explodierten seit 1972 mehrere RAF-Bomben. Als die Uni den Bau 2001 als Kernstück eines künftigen „Campus im Grünen“ bezog, forderte ihr Präsident seine „Reinwaschung von nationalsozialistischen Bezügen“ durch die Umbenennung in „Hans-Pölzig-Ensemble“. Doch den Studenten waren die noch funktionierenden Paternoster des Hauses wichtiger als die Waschzwänge ihres Präsidenten, so dass sein Vorschlag ins Leere lief. Früher stand an Stelle des IGFarben- Hauses die „Städtische Irrenanstalt“, die von Struwwelpeter-Autor Heinrich Hoffman geleitet wurde und den Arzt Alois Alzheimer beschäftigte. Der entdeckte hier an der Patientin Auguste Deter die nach ihm benannte Demenz Morbus Alzheimer.


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Hans Pölzig US-Army RAF-Bomben Alois Alzheimer

 

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