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Justitia-Brunnen

Justitia-Brunnen im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Die wahre Gerechtigkeit trägt keine Augenbinde.

Wein-Tumult. Der Justitia-Brunnen ist eine Sensation, denn seit 1340 sprudelt aus ihm zum Mainfest im Juli roter und weißer Wein, dazu wird nebenan ein Ochs am Spieß gebraten und auf dem Main stechen sich die „Fischer“ aus den Booten. Der heutige Brunnen entstand 1611. Kurz darauf sollte der Wein daraus auch beim Krönungsfest für Kaiser Matthias sprudeln, doch dabei kam es zu so heftigen Tumulten, dass der neue Brunnen beschädigt wurde. Fortan wurde für die Krönungsfeiern ein eigener Weinbrunnen gebaut. Bis zum ersten Frankfurter Straßenkarneval 1862 hatten die Frankfurter offenbar gelernt, sich zu benehmen. Denn da spendete der Brunnen sogar „Ebbelwei“. Aber der Brunnen ist noch aus einem anderen Grund berühmt. Seine Justitia trägt nämlich keine Augenbinde, wie fast alle Justitias seit Dürers „Narrenschiff“. Für Dürer war die Binde noch ein sarkastischer Seitenhieb auf die Grenzen menschlicher Gerechtigkeit. Erst die Nachgeborenen drehten den Sinn der Binde um und machten daraus ein Symbol für die Unparteilichkeit der Göttin. Damit hat Frankfurt eine der wenigen „originalen“ Justitias und deshalb nutzen einige deutsche Fernsehsender die Figur als Hintergrundbild für ihre Gerichtsberichte.


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Mainfest Krönungsfest Weinbrunnen Augenbinde Dürer

 

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