Dresden Berlin Hamburg München Frankfurt Köln Leipzig Düsseldorf Zur Startseite

Museum Judengasse

Museum Judengasse im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Ausgrabungen bezeugen ein reges Gemeindeleben.

„Ghetto“. Die Juden standen immer unter dem besonderem Schutz der Fürsten. Deshalb nutzten die Städte die Schwäche der Landesherren im 15. Jh. nicht nur zum Ausbau ihrer Selbstverwaltung, viele vertrieben auch gleich ihre Juden. Für Frankfurt kam das nicht in Frage, dafür waren das Geld und die Beziehungen der Juden im Messehandel zu wichtig. Deshalb wies ihnen der Rat die mit Mauern und Toren abgeschlossene, 330 m lange Judengasse zu und forderte sie auf, einen gelben Ring zu tragen. Da auch die Zünfte in eigenen Vierteln lebten und eigenen Kleiderordnungen unterlagen, war daran nur besonders, dass die Juden weiterhin rechtlich benachteiligt wurden. Zugleich bot das „Ghetto“ Schutz und erlaubte eine einzigartige Entfaltung jüdischen Lebens, so dass die Gemeinde von 100 auf 3.000 Menschen wuchs und in unvorstellbarer Enge lebte. Dem machten erst die Franzosen ein Ende. Sie zerstörten die Gasse und verkündeten die allgemeine Gleichheit. Beim Bau der neuen Verwaltung der Stadtwerke stieß man in den 80er Jahren auf die Reste des Viertels. Von den einst 195 Häusern blieben fünf Fundamente mit zwei Mikwen erhalten, an denen das Museum Judengasse heute den Alltag in der Straße illustriert.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Mikwe Ghetto

 

Tour: Kaiser, Kunst und Ebbelwei
(bitte auswählen)
Tour: Goethe, Sex und Palmenhaus
(bitte auswählen)
Tour: Börse, Bunker, Hammermörder
(bitte auswählen)
Tour: Stöffsche, Kitsch und Luftdrehkreuz
(bitte auswählen)
Speichern Sie diese Seite bei einem der folgenden Link-Netzwerke: