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Wasserhäuschen

Wasserhäuschen im Stadtspiel Frankfurt (Vorderseite) Erst verachtet und bekämpft, dann vorm Untergang gerettet.

Späte Nostalgie. Schwer zu sagen, was das Wasserhäuschen in Frankfurt vom schlichten Kiosk in Berlin oder Hamburg unterscheidet. Trotzdem halten die Frankfurter ihre Kiosk-Variante seit einigen Jahren für etwas Besonderes. Das Kuriose daran ist, dass sie selbst die Minishops zuvor jahrzehntelang bekämpft hatten. Denn an den Büdchen mit dem billigen Bier traf sich häufig das soziale Elend, sie waren laut und schmutzig, und damit wollte niemand etwas zu tun haben. Erst als von den einst 800 Trinkhallen nur noch 280 übrig waren, entdeckte man ihre Vorzüge. Quasi über Nacht wurden aus den gemiedenen „Assi- Treffs“ hoch geschätzte „Orte nachbarschaftlicher Begegnung“, und die Gelegenheit, dort auch noch nach Ladenschluss etwas einkaufen zu können, galt als unverzichtbar. Plötzlich waren die Wasserhäuschen Kult, wurden Gegenstand von Unterschriften-Sammlungen und Ausstellungen, Kunstaktionen und Foren, TV-Sendungen und Zeitungsartikeln, bis eine bekannte Frankfurter Journalistin ihrer Redaktion Schreikrämpfe für den Fall androhte, dass das Thema weiter hochgeschrieben werde. Aber da hatten die Stadtplaner längst bei Dehio geschworen, die letzten Wasserhäuschen zu verteidigen wie den Kaiserdom.


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Trinkhallen Nostalgie

 

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