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76er-Denkmal

76er-Denkmal im Stadtspiel Hamburg (Vorderseite) Stein des Anstoßes für umstrittenes Gedenken.

Narben – Mancher Plastiker wäre glücklich, wenn seine Steine nur halb so viel Beachtung fänden wie Richard Kuöhls 76er Denkmal für die Soldaten eines Infanterieregiments, das von hier in die beiden Kriege von 1870/71 und 1914-18 zog. Seit Jahrzehnten wird der „Helden-Klotz“ beschmiert, mit Vorschlaghämmern oder sogar Sprengstoff attakiert, doch immer wieder gereinigt und instand gesetzt, nachts beleuchtet und kurz danach wieder abgeschaltet, auf jeden Fall aber regelmäßig diskutiert. Das hat weniger mit dem Denkmal als mit der deutschen Vergangenheit zu tun. Denn Kuöhls Stein wurde zwar wie unzählige andere tief in der Weimarer Republik geplant, aber unglücklicherweise erst nach 1933 gebaut. Und das macht ihn für manche eindeutig zum Nazi-Denkmal, vor dessen Anblick sie die Welt schützen wollen. Die Mehrheit der „Welt“ möchte sich aber gar nicht beschützen lassen. Sie will den Stein schon deshalb behalten, weil Kuöhl als Hamburgs größter Bauplastiker gilt. Dieser Dauerstreit gipfelte 1985 in einem kuriosen Kompromiss. Danach wurde der Österreicher Alfred Hrdlicka mit einem Gegendenkmal beauftragt, das bezeichnenderweise nie fertig wurde. Seither sorgt das Fragment für noch mehr Unruhe.


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Helden-Klotz Richard Kuöhl Alfred Hrdlicka Gegendenkmal

 

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