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Chilehaus

Chilehaus im Stadtspiel Hamburg (Vorderseite) Abschied vom Ornament und Beginn der Moderne.

Prominenter Mix – Während der Expressionismus in der Malerei etwa fünfzehn Jahre Zeit hatte, sich zu entfalten, blieben ihm in der Architektur kriegsbedingt gerade einmal fünf. Genau deshalb ist das Chilehaus von 1924 als eines der wenigen realisierten Großprojekte dieser Kunstauffassung auch so berühmt. Zwischen Jugendstil und neuer Sachlichkeit, lehnte dieser Stil das Ornament am Bau bereits ab, konnte aber noch nicht darauf verzichten. Aus dieser Not flüchtete er sich in „abstrakte“ Zacken, Bögen und Wellen. Der Architekt Fritz Höger fand aber auch einen Ausdruck für den expressionistischen Hang zur Archaik. Er verbaute 4,8 Millionen Ausschussklinker, die „man sonst nur für Schweineställe“ nutzen würde, wie er selbst zugab. Zugleich kündigte sich in seiner Reihung von 2800 gleichen Fenstern bereits das Bauhaus an. Dieser merkwürdige Mix aus Tradition und Moderne ließ Höger zum „Erneuerer des norddeutschen Backsteinbaus“ werden. Die Schiffsform des Bürogebäudes verweist auf seinen Bauherren, den Kaufmann Henry B. Sloman. Der war im Überseehandel mit Salpeter reich geworden. Und der Kondor in der „Bugspitze“ des Hauses erinnert als Wappentier Chiles daran, woher dieser Rohstoff damals kam.


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Tags

Expressionismus Fritz Höger Henry B. Sloman Salpeter Kondor

 

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