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Krameramtsstuben

Krameramtsstuben im Stadtspiel Hamburg (Vorderseite) Altersvorsorge für Kramer-Witwen in engem Gängeviertel.

Luxuriöse Enge – Die Krameramtswohnungen vermitteln einen Eindruck, wie die Hamburger in den Gängevierteln vor 1900 lebten. Die Bebauung auf den Hinterhöfen war oft so eng, dass zwischen den Fachwerkhäusern kaum drei Meter Platz blieben. Die Krameramtswohnungen wurden 1676 von einer zunftähnlichen Vereinigung der Gewürz-, Seiden- und Eisenwarenhändler als Altersvorsorge für ihre Witwen gebaut. Da die Frauen alleine nicht geschäftsfähig waren, blockierten sie nach dem Tod ihrer Männer den Laden oder sie redeten, wenn sie im Haus wohnen blieben, dem Nachfolger ständig hinein. Die elegante Lösung waren die mietfreien Krameramtswohnungen, in denen die alten Damen außer kostenloser Holzkohle auch noch eine kleine Rente bekamen. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit 1866 verlor diese Art der Vorsorge ihre Funktion und die Stadt übernahm die Wohnungen. So viel Platz wie die Kramer- Witwen hatten die übrigen Bewohner der Gängeviertel allerdings nicht. Die hausten oft zu mehreren auf 12 m2 und waren dabei auch nicht so „komfortabel“ möbliert. Trotz dieser „Weitläufigkeit“ ist in den Witwenwohnungen gerade mal so viel Platz, dass sich höchstens 4 - 5 Besucher gleichzeitig darin umsehen können.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Witwenwohnungen Rente Gängeviertel

 

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