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Rote Flora

Rote Flora im Stadtspiel Hamburg (Vorderseite) Linkes Aktionszentrum für Soziotop- und Artenschutz.

Remake – Die Balustrade im ersten Stock des einstigen Varieté-Theaters „Flora“ eignet sich prima für revolutionäre Reden und noch besser zum Schwenken roter Fahnen. Trotzdem wäre die „Rote Flora“ ohne den Umbau des benachbarten Wasserturms im Schanzenpark zum Hotel wahrscheinlich längst ein normaler Treff für Partys und Konzerte, der sich von anderen nur noch durch die Absurdität seiner internen Diskussionen unterscheidet. Doch das Wasserturm-Projekt brachte 2004 noch einmal alle Revolutionäre zusammen. Den 40jährigen Veteranen bot es die Gelegenheit, sich alter Zeiten zu erinnern und dem jugendlichen Nachwuchs die Chance, sich nach dem Vorbild der Alten im Straßenkampf zu bewähren. Damals, 1987/88 prügelten sich Hunderte Linke, unterstützt von den Anwohnern, mit noch mehr Polizisten, um den Ausbau der leerstehenden Flora für das Musical „Phantom der Oper“ zu verhindern, denn sie befürchteten davon eine „Aufwertung“ ihres Viertels und höhere Mieten. Der Investor kapitulierte schließlich vor den Krawallen, die Ruine wurde besetzt und als linksradikaler Treff weiter genutzt. So hätte man zwanzig Jahre später gerne noch einmal gesiegt. Doch die Welt von heute ist nicht mehr die von damals.


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Party-Treff Veteranen Revolutionäre Wasserturm Straßenkampf linksradikale

 

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