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Sielmuseum

Sielmuseum im Stadtspiel Hamburg (Vorderseite) Das Abwasser- und Siel-Museum wurde 2009 geschlossen.

Collection de Toilette – 50 Meter vom Alten Elbtunnel entfernt liegt das kuriose Sielmuseum. Hier zeigt die Stadtenwässerung, was so alles durch Hamburgs 5.000 km langes Kanalnetz schwimmt: neben Gebissen, Büstenhaltern, Perücken und Schlüpfern sind das auch Schubkarren, Brillen, Geldscheine und Teddys. Bis zum Großen Brand 1842 entsorgten die Hamburger ihren Unrat einfach auf die Straße oder in die Flüsse und Fleete, aus denen sich samt Würmern, Muscheln und jungen Aalen auch die wenigen Wasserleitungen speisten. Die gesundheitlichen Folgen waren verheerend. Trotzdem dachte der Senat eher aus politischen Gründen über eine Lösung nach, weil er hoffte, reinliche Menschen würden nicht so leicht zu Revolutionären. Mit dem Abwasserausbau begann man deshalb zügig. Die Trinkwasserversorgung ließ jedoch bis 1890 auf sich warten. Zu spät, um die Cholera zu verhindern, die 1892 von russischen Auswanderern eingeschleppt wurde und 8.600 Menschenleben kostete. Seit Jahrzehnten hatten Ärzte davor gewarnt. Doch die reichen Hamburger Pfeffersäcke hielten ihr Geld fest. Ein Wasserwerk hätte sie 22 Millionen Mark gekostet. Die wirtschaftlichen Folgeschäden der Cholera bezahlten sie mit Milliarden.


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