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Antoniterkirche

Antoniterkirche im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Barlachs Todesengel mahnt die Gemeinde zum Eingreifen und sie tut es.

McDonalds-Kirche – Die Antoniterkirche neben Renzo Pianos Kaufhaus-Wal ist eine frühere Klosterkirche. An ihrer Turmlosigkeit ist das bis heute erkennbar. Nachdem die Franzosen die Antoniter 1802 vertrieben und den Orden aufgelöst hatten, übergaben sie die Kirche den Protestanten, die darin erstmals seit 300 Jahren in Köln wieder offiziell ihren eigenen Gottesdienst feiern durften. Die Tradition des widerständigen Minderheits- Protestantismus lebt bis heute in einem ungemein engagierten Gemeindeleben fort. Mit ihren „politischen Nachtgebeten“ wurde die Kirche 1968 zu einem Zentrum der Studentenbewegung und in den 90ern half sie Hunderten von Flüchtlingen, oft jahrelang unterzutauchen bis sie bleiben durften. Ernst Barlachs schwarzer „Todesengel“ mit den Zügen von Käthe Kollwitz im linken Seitenschiff mahnt die Gemeinde ständig zur Friedensund Ökumenearbeit. Zu ihrem Anspruch, den Glauben auch unter widrigen Umständen zu bekennen, passen neben den eigenen Stadtführungen auch die 10-Minuten-Andachten als kurze Verschnaufpause zwischen den Werbeschlachten und Kauforgien draußen vor der Tür. Der Kabarettist Jürgen Becker würdigte dies nicht unpassend als Erfindung der „McDonalds-Kirche“.


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Tags

Protestanten Käthe Kollwitz 10-Minuten-Andacht McDonalds-Kirche

 

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