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Dreikönigenschrein

Dreikönigenschrein im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Politik und Magie machten aus Knochen  allerchristlichste Heiligtümer.

Propaganda-Knochen – Bereits seit dem 12. Jh. führte Köln neben Jerusalem, Konstantinopel und Rom das „Sancta“ im Namen. Denn Kaiser Barbarossa wollte die Stadt zum deutschen Rom erheben. Dafür kämpfte er gegen den Papst und erbeutete in Mailand die Knochen der Heiligen Drei Könige. Diese Knochen wurden dort schon seit 700 Jahren verehrt, aber nicht mehr als andere Reliquien auch. Allerchristlichste Reichsreliquien wurden sie erst als Siegestrophäen und weil sie der Kaiser 1164 seinem Kanzler, dem Kölner Erzbischof Reinald von Dassel schenkte. Denn hier im dunklen Norden wurde ihre Wirkung noch verstärkt durch fast schon vergessene, altgermanische Königskulte. Obwohl sich Barbarossa später wieder unterwarf, blieben die Knochen, was er selber gern geworden wäre: allerheiligst. Alle deutschen Könige kamen fortan nach ihrer Krönung in Aachen hierher, um sich Gottes Segen abzuholen, gefolgt von ungeheuren Pilgerscharen. Die Arbeit am größten und schönsten Reliquienschrein des Mittelalters dauerte 49 Jahre. 1248 machte der Andrang davor anstelle des alten den Bau eines neuen Doms nötig. Bis heute wird der Schrein nur einmal im Jahr, am 6. Januar geöffnet, um die Gebeine den Gläubigen zu zeigen.


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Knochen Mailand Heilige Drei Könige Reinald von Dassel Reliquienschrein

 

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