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EL-DE-Haus

EL-DE-Haus im Stadtspiel Köln (Vorderseite) 1.800 gekritzelte Wand-Inschriften von Nazi-Opfern.

Gräulich – Etwa 1800 Wandinschriften, gekritzelte oder geritzte Zeichnungen, Nachrichten und Hilferufe in fast allen Sprachen Europas sind die erschütternden Zeugnisse von Menschen, die zwischen 1936 und 1945 in den Kellern des EL-DE-Hauses auf ihre Vernehmung warteten, Folter fürchteten oder sogar dem Galgen hinterm Haus entgegen sahen. Denn hier schützte die Kölner Gestapo die Volksgemeinschaft vor ihren Feinden – zunächst vor Kommunisten und Sozialdemokraten, später vor Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern und schließlich vor jugendlichen Edelweißpiraten. Erst nachdem sich ein Lehrer und ein Fotograf 1978 nachts heimlich in die Räume einschließen ließen, um die Inschriften zu dokumentieren, erzwang das Medienecho die Unterschutzstellung des Hauses und seine Umwandlung in eine Gedenkstätte. Bis dahin wurden die nur 5 m² großen Zellen, in denen einst bis zu 30 Menschen einsaßen, von der Stadtverwaltung als Aktendepot genutzt. Eigentümer des von der Gestapo beschlagnahmten Hauses war der Kaufmann (L)eopold (D)ahmen und so wurden seine zufälligen Initialen zum Symbol des Nazi-Terrors in Köln. Heute beherbergt das EL-DE-Haus ein NS-Dokumentationszentrum und eine Bibliothek für Schulprojekte.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Gedenkstätte Gestapo Galgen

 

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