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Gülichplatz

Gülichplatz im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Der Fastnachtbrunnen steht auf sehr rebellischem Boden.

Kopf am Spieß – „Farina gegenüber“, so firmiert Kölns erstes Parfümhaus bis heute zur Erinnerung an Zeiten, als die Konkurrenz nicht nur die Rezeptur kupferte, sondern ihre Produkte sogar unter Farinas Namen verkaufte. Damals nannte sich der echte Farina zur Abgrenzung von den falschen „Farina gegenüber dem Jülichsplatz“. Heute heißt der Platz Gülichplatz und erinnert als Kölns kleinster Platz an einen Aufstand gegen den Ratsklüngel, der 1680 für einige Jahre einen Nikolaus Gülich an die Macht brachte, bis er mit kaiserlicher Hilfe wieder gestürzt, verurteilt und enthauptet wurde. Um alle künftigen Generationen vom Revoltieren abzuhalten, wurde Gülichs Haus abgerissen und an seiner Stelle eine Schandsäule mit seinem aufgespießten Kopf errichtet. Erst die revolutionären Franzosen stürzten die Säule und der Kopf – inzwischen aus Bronze – wanderte ins Magazin (Stadtmuseum). Bis heute hält sich die Bauverwaltung an den Spruch von 1686, nach dem der Platz nie wieder bebaut werden darf. Dadurch konnte hier 1912 der Fastnachtbrunnen mit seinen vier tanzenden Paaren aufgestellt werden. Ihn ziert ein Vers, mit dem Goethe 1825 eine Einladung des „Festordnenden Komittees“ zum Karneval beantwortete.


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Nikolaus Gülich enthauptet aufgespießter Kopf Fastnachtbrunnen Goethe

 

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