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Heumarkt

Heumarkt im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Ehrung für den Domvollender und Initiator der Dombrücke.

Geschäumter König – Seit 1288 stand über der katholischen Reichsstadt Köln niemand anders als Gott, sodass man die „Klüngelei“ als kölsche Spielart der Demokratie sehr lieb gewonnen hatte. Ein protestantischer König und eine straffe Verwaltung, wie sie mit den Preußen 1815 über die Stadt kamen, mussten deshalb den Widerstand der Kölner hervorrufen. Dennoch waren sie fair genug, Preußens Verdienste zu würdigen und dem Dom-Vollender und Initiator der Hohenzollernbrücke, Friedrich Wilhelm IV. 1865 ein Denkmal zu setzen. Das Reiterstandbild war insofern unpreußisch, als es dem ersten Preußen fast doppelt so viele Bürger wie Militärs zur Seite stellte. Im Krieg zerstört und danach in Einzelteilen gegen Eier und Speck verhökert, kehrte 1979 nur das deutlich männliche Hinterteil des Pferdes als Kunstobjekt auf den Sockel zurück. Für seine Komplettierung sorgte 1986 ein Bühnenbildhauer, der eines Nachts heimlich eine Styropor-Nachbildung des Reiterstandbilds auf den Sockel hievte. Das erregte so viel Aufsehen, dass die Stadt dem Künstler mit Klagen drohte, als er sein Werk wieder abräumen wollte, bevor der Preuße restauriert war. Seitdem wacht er wieder über die Karnevalseröffnung auf dem Heumarkt.


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Styropor-Nachbildung Friedrich Wilhelm IV. Klüngel Reiterstandbild Denkmal

 

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