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Kardinal Frings

Kardinal Frings im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Kölns einziger Erzbischof, der populär wurde.

Fringsen – Seit jeher hatten die Kölner ein gespanntes Verhältnis zu ihren Erzbischöfen. Eine Ausnahme davon machten sie nur mit Joseph Kardinal Frings. Denn der hielt auch in der größten Not zu ihnen. Unter den Nazis hatte er öffentlich die Judenverfolgung verurteilt und damit als „Gerechter“ für die übrigen Kölner die Hoffnung auf Gottes Vergebung bewahrt. Und im kalten Winter 1945/46 hatte er das Recht auf Leben über die Moral gestellt, als er in seiner Silvesterpredigt die Plünderung von Kohlenzügen und die „Beschaffung“ von Lebensmitteln verzieh. Seine Einschränkung, dass dies nur vergeben werden könne, wenn Leben und Gesundheit durch Arbeit und Bitten nicht anders zu erhalten sind, unterschlug man später gerne, nannte fortan alles „Organisieren“ „Fringsen“ und übertrug den Begriff schließlich auch auf kriminellen Diebstahl. Die unkonventionelle Art des Kardinals schlug sich in einer Unmenge liebevoller Anekdoten nieder, sodass „unse Frings“ oder „et Jüppche“ schließlich zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. Darauf kann Kölns heutiger Erzbischof, Joachim Meisner, kaum hoffen. Er gilt als orthodox und streng, ist folglich unpopulär und steht damit wieder in gewohnter Tradition.


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Fringsen Kohlenzüge Plünderung Ehrenbürger. Joachim Meisner

 

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