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Mikwe

Mikwe im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Mittelalterliches Ritualbad
bezeugt das Jerusalem am Rhein.

Jerusalem am Rhein – Bereits in der Römerzeit gab es in Köln Juden. Wie überall im Reich wurden sie auch hier diskriminiert und zugleich privilegiert. Da der Erzbischof immer wieder auf ihr Geld und ihre Kontakte angewiesen war, standen sie unter seinem besonderen Schutz, sodass sie auch die Kreuzzüge einigermaßen überstanden und mit 800 Seelen zur mächtigsten und einflussreichsten Gemeinde im ganzen Reich heranwuchsen. Für ihre Stellung in der Stadt sprach die Lage ihres Viertels direkt neben dem Rathaus und ihre Aufnahme in das Bürgerrecht 1321. Doch daraus erwuchs den Christen auch eine neue Konkurrenz, die sie gerne wieder los gewesen wären. Im Pestjahr 1349 bot sich die Gelegenheit dazu. Da die Juden reinlicher waren als die Christen, erkrankten sie weniger und man warf ihnen vor, die Brunnen zu vergiften. Als der Pöbel gegen ihr Viertel losbrach, die Bewohner erschlug und die Häuser niederbrannte, blieb der Stadtrat, der sie hätte schützen müssen, untätig. Heute erinnert außer den dunkel nachgepflasterten Grundrissen der früheren Juden-Häuser auf dem Rathausplatz nur noch die Mikwe, ein rituelles Reinigungsbad unter einer Glaspyramide, an das einstige Jerusalem am Rhein.


Weiterführende Informationen z.B. unter:

Tags

Juden Schutz Kreuzzüge Reinigungsbad 1349 Pest

 

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