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Overstolzenhaus

Overstolzenhaus im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Ende adliger Alleinherrschaft: 
Bürger bauen Steinhäuser

Overstolz – Das etwa 1230 erbaute Overstolzenhaus ist wahrscheinlich eines der ersten Steinhäuser des mittelalterlichen Kölns und damit das älteste Patrizierhaus Deutschlands. Noch halb romanisch und schon halb gotisch, vereint es profane und sakrale Formen und steht für das Streben einer sehr reichen Bürgerfamilie, sich dem Adel gleichzustellen. Dieses Streben ließ einen Gerhard Overstolz in der Schlacht von Worringen 1288 gegen den Erzbischof sogar seinen Stand vergessen. Anstatt sich zu Pferde mit den gepanzerten Edlen des Feindes zu messen, stieg er ab und stürmte in voller Rüstung den Kölner Fußtruppen voran. Leider überanstrengte er sich dabei etwas, sodass er zusammenbrach und starb, bevor er am Gegner war. Doch die wütenden Haufen der Handwerker und Bauern verursachten daraufhin ein solches Chaos unter den feindlichen Rittern, dass die sich lieber ihren Standesgenossen ergaben, als sich erschlagen zu lassen. Denn dieser „Volkssturm“ hatte keine Ehre, hielt sich an keine Regel und machte keine Gefangenen, wie es unter Rittern üblich war, schon um das Lösegeld zu kassieren. Dadurch siegte Köln und deshalb baute die Stadt nach 1945 auch das zerstörte Overstolzenhaus wieder auf.


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Patrizierhaus Gerhard Overstolz Schlacht von Worringen Ritter Lösegeld

 

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