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St. Engelbert

St. Engelbert im Stadtspiel Köln (Vorderseite) Zitronenenpresse oder der liebe Gott geht mit der Zeit.

Zitronenpresse – St. Engelbert wurde 1932 geweiht und ist ein schönes Beispiel für die Aufbruchstimmung in der Zwischenkriegszeit. Auf einem runden Sockel für die Gemeinderäume erheben sich acht parabolisch-konvexe Wände und geben dem Dach eine Form, die der Kirche bei den Kölnern den Namen „Zitronenpresse“ einbrachte. Losgelöst davon, quasi als Kontrapunkt zu den weichen Formen der Kirche, erhebt sich streng und eckig der schlanke Kirchturm. Durch kleine Fenster bleibt der Innenraum des Rundbaus im Dämmerlicht, während der Chorraum effektvoll ausgeleuchtet wird. All das folgt nicht dem Selbstverwirklichungsdrang eines ehrgeizigen Architekten, sondern einer Reformidee, die das Wort und das Gemeinschaftserlebnis in den Mittelpunkt des Gottesdienstes und den Priester ins Leben der Gemeinde stellen wollte. Erst 40 Jahre später sollte das als neue Gottesdienstordnung vom Vatikanischen Konzil anerkannt und allgemeine Praxis werden. Doch St. Engelbert wurde nicht nur als Kirchenbau der Moderne berühmt, sondern vor allem – wenigstens in Köln – als Ort der berühmten Silvesterpredigt von Kardinal Frings im Hungerwinter 1946. Darin hatte Frings dem Kohlenklau als Notwehr seine Absolution erteilt.


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Tags

Reformidee Silvesterpredigt Kardinal Frings Kohlenklau Vatikanisches Konzil

 

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